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Nachhaltigkeit als Schulentwicklungsziel an der SGS

Handeln lernen für die Zukunft der Welt

BILD: BNE -Botschafter an der Siebengebirgsschule

Die Schüler und Lehrer der Siebengebirgsschule Bonn (SGS) wollen nicht nur über nachhaltiges Handeln im Unterricht sprechen, sondern sie provozieren durch unterschiedlichste Projekte und Maßnahmen – für sich und ihr Umfeld – einen selbstverständlichen nachhaltigen Umgang mit der Natur und ihrer Umwelt.  

Von Projekttagen zum Alltag
Unser Gesamtkonzept der Nachhaltigkeit ist an die 17 Sustainable Development Goals der UN angelehnt, welche wir gemeinsam mit der BiWiNa (Initiative zur Förderung der Wirtschaftskompetenz im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) e.V.) als SDG Klötze herstellen und auch für andere Bildungseinrichtungen zugänglich und begreifbar machen.
An der Siebengebirgsschule sind die jährlich wiederkehrenden Projekttage zum Thema Nachhaltigkeit konzeptionell im Schulprogramm fest verankert. Von der 1. bis zur 10. Klasse arbeiten die Schülerinnen und Schüler an drei Tagen in den unterschiedlichsten Projektgruppen an verschiedenen Umwelt- und Klimafragen. Eine abschließende, öffentliche Präsentation der Projektergebnisse bildet den Höhepunkt und soll Impulse für Verhaltensveränderungen aller Besucher provozieren.

Aber nicht nur an den Projekttagen, sondern auch im Schulalltag werden nachhaltige Fragestellungen lebendig aufgegriffen. So erlernen und erleben schon die jüngsten Schülerinnen und Schüler in der Primarstufe über das Programm „Das grüne Küken“ den nachhaltigen Umgang mit ihrem Lebensumfeld.
Unterschiedliche Schülerakademien im Rahmen des „Schule der Zukunft“ Projektes finden sich in der Unter- und Mittelstufe genauso im Curriculum der Schule wieder, wie die Workshops mit verschiedenen Kooperationspartnern wie zum Beispiel „Abenteuer lernen“ aus Beuel.

Nachhaltige Schülerfirmen
Unsere älteren Schülerinnen und Schüler können an einer der 13 nachhaltigen Schülerfirmen an der SGS mitarbeiten und diese immer weiter in Richtung Nachhaltigkeit entwickeln. Soziale, ökologische und ökonomische Fragen der Nachhaltigkeit sollen hier live erarbeitet und diskutiert werden. So hat die SGS z.B. eine Schülerfirma, welche umweltfreundlich hergestellte Schulmaterialien über einen eigenen Onlineshop verkauft. Oder aber auch die eigene Schulbank, die alle Schülerfirmen miteinander vernetzt und die eigene Währung der Schule (SieSchus) verwaltet. Durch die fachlich kompetente und starke Unterstützung der BiWiNa  e.V. entwickelt sich die jetzige Schulbank zu einem nachhaltigen Kreditinstitut, welches kriteriengeleitete Kredite an Schülerfirmen vergeben soll.
Zudem werden die verpflichtenden Solidaritätsabgaben der Firmen (17 Prozent des Gewinnes) von der Schulbank koordiniert, um die Abgaben für weitere nachhaltige schulinterne oder externe Maßnahmen nutzbar zu machen. Das besondere daran ist, dass die Bezuschussung der Maßnahmen durch die abgeordneten Vertreter der Schülerfirmen bestimmt werden.

Schülerinnen und Schüler als BNE Botschafter
In diesem Schuljahr wurde in jeder Klasse ein Schüler bzw. eine Schülerin zu einem BNE-Botschafter gewählt (siehe Bild). Diese gewählten Vertreter sitzen monatlich mit der BNE Steuergruppe der SGS zusammen, um weitere Projekte gemeinsam für das Schulsystem zu planen und um bereits existierende Projekte für die Schulgemeinschaft transparenter zu machen. Hierbei sollen sie als Multiplikatoren in ihren Klassen wichtige BNE Impulse weiterleiten. Außerdem nimmt ein BNE Botschafter an den Schulkonferenzen mit beratender Stimme teil, um Anliegen der Botschafter auch im höchsten Gremium der Schule Gehör zu verschaffen.

Deutscher Klimapreis der Allianz Umweltstiftung
Der Gewinn des Deutschen Klimapreises der Allianz Umweltstiftung 2019 durch die 7Werker krönt durch eine beeindruckende Preisverleihung in Berlin die unterschiedlichsten Bemühungen für eine nachhaltige Entwicklung an der Schule. Eigenfinanziert durch den Verkauf von recycelten Produkten, die sie selber hergestellt haben, optimierten die „7Werker“ die Heizungssteuerung der Schulgebäude und errichteten eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Schuldach. Gelernt aus diesen Erfahrungen, sucht die Schülerfirma für die Zukunft weitere Möglichkeiten, erneuerbare Energien für die Schule nutzbar zu machen. Ganz nach ihrem Wahlspruch: „Bei uns kommt der Strom nicht aus der Steckdose, sondern von den 7 Werkern“. Unterstützt durch das Preisgeld plant die SGS die Herstellung eines selbstgebauten Solar-Holzhauses in den unser nachhaltiger Schülerkiosk einziehen soll und welches als Anschauungsobjekt für alternative Energiegewinnung genutzt werden soll.